Rayk Wieland

Ich schlage vor, dass wir uns küssen

gesprochen von Rayk Wieland

 

Herr W. hat eines Tages eine ominöse Einladung in der Post: Auf einer Podiumsdiskussion unbekannter Untergrunddichter soll er Auskunft geben über sein Werk, über die Unterdrückung in der DDR und über seine Erlebnisse als Staatsfeind. Zuerst glaubt er an einen schlechten Scherz. Ist er überhaupt gemeint? Mit der DDR hat er doch längst abgeschlossen, nachdem sie 1989 wie ein falsch montiertes Chemieklo zusammenklappte. War er je als Dichter auffällig geworden? Als unterdrückter gar?

 

W. stellt Nachforschungen an, unterzieht sich bei der Psychologin Tyna Novelli einer Rückführungstherapie in die DDR-Vergangenheit und nimmt schließlich Einsicht in seine Stasi-Akte. Was für ein Fund: Tatsächlich sind hier seine lyrischen Gehversuche unter dem Titel “Mögliche Exekution des Konjunktivs“ abgeheftet, dazu sämtliche Liebesbriefe an Liane in München – alles von einem Oberleutnant Schnatz über Jahre akribisch gegengelesen, verwegen gedeutet und als staatszersetzend-konterrevolutionäres Schrifttum eingestuft.

“Ich schlage vor, dass wir uns küssen” ist ein Roman über die Absurditäten der Erinnerung, auch der eigenen, über rätselhafte Wirkungen unbeholfener Gedichte und über eine Liebe, wie sie nur in Zeiten der deutschen Teilung blühen konnte. Ein Buch über die Mauer, die es nie gab. Eine wahre Geschichte, die niemand für möglich gehalten hat. Nicht einmal ihr Verfasser.

Die Geschichte dieses Buches beruht auf einer wahren Begebenheit. Die DDR hat es wirklich gegeben.


Copyright Buchvorlage © by Verlag Antje Kunstmann, München 2009


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Ich schlage vor, dass wir uns küssen


ISBN 978-3-86847-112-0

4 CDs | 305 Minuten

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Pressestimmen

"Dieses Buch wird weder als ultimativer Wenderoman gehandelt werden (Ingo Schulze), noch den Buchpreis bekommen (Uwe Tellkamp) - und würde es verfilmt, dann hätte es wahrscheinlich weder Chancen auf eine Handvoll Bambis ("Goodbye, Lenin!") noch auf den Oscar ("Das Lebben der anderen"). Rayk Wielands Roman "Ich schlage vor, dass wir uns küssen" ist weder nostalgisch oder moralisch noch monumental oder neunmalschlau, und darum ist es vielleicht eines der besten Bücher, das in letzter Zeit über die DDR geschrieben wurde. Es ist leicht und lustig, es hat den Zauber des Dranvorbeigehens, um es mit Max Goldt zu sagen, und quasi aus dem Augenwinkel betrachtet sieht man sie plötzlich einmal wieder so klar wie schon lange nicht mehr, diese seltsame DDR."

Susanne Messmer, taz 07.03.09

 

“Ostalgiefrei und charmant erzählt“

Berliner Zeitung


“Das wohl komischste Buch über die DDR seit Thomas Brussigs Helden wie wir

DIE WELT